Nachrichten

Wer muß instandhalten? Neues BGH-Urteil zu Schönheitreparaturen!

18.03.2015 15:59

Neues Urteil zu Schönheitsreparaturen

Noch in den 80er Jahren wurden vom BGH noch „starre“ Fristen für Zulässig erachtet.  Ab 2004 erforderte die Rechtsprechung des BGH dann einen flexiblen Fristenplan, starre Fristenpläne wurden.

 

Mit dem aktuellen Urteil vom 18.03.2015 (AZ: VIII ZR 185/14) hat der BGH nun eine komplett andere Regelung beschlossen: Vermieter dürfen ab sofort die Instandhaltung einer unrenovierten Wohnung nicht mehr pauschal auf die Mieter übertragen. Außerdem dürfen Mieter nicht dazu verpflichtet werden, anteilige Renovierungskosten zu übernehmen, wenn sie vor Fälligkeit der Schönheitsreparaturen ausziehen. Dies gilt unabhängig davon, ob eine Wohnung beim Einzug renoviert übergeben wurde oder nicht: die sogenannte „Quotenabgeltungsklausel“ ist damit in praxi ebenfalls hinfällig. Der Mieter darf weiterhin nur zu den auf seine eigene Vertragszeit entfallenden Renovierungsleistungen verpflichtet werden.

 

Was bedeutet das nun für Sie als Vermieter? Einmal mehr wurden die Rechte der Mieter gestärkt und Sie als Vermieter, der eines seiner teuersten Vermögensgüter an eine fremde Person überläßt, muß nun überlegen, wie er die faktische Abnutzung seiner Immobilie durch Andere entweder selbst finanziert oder wie er den Abnutzungsverbrauch wirksam auf den tatsächlichen Nutzer umlegen kann. Die Sachlage wird immer komplexer und für einen Laien undurchschaubar. Selbst wenn Sie als Vermieter nach dem künftigen Inkrafttreten des Besteller-Prinzips Mitte 2015 die Makler-Vermittlungsleistung in Höhe von 2,38 MM tragen müssen, ist dies immer noch günstiger, als einen langen und im schlimmsten Fall erfolglosen Prozess mit Ihrem Mieter zu führen, weil Sie einen Fehler im Mietvertrag gemacht haben. Wir sind Ihnen nicht nur bei der Auswahl eines Mieters mit guter Bonität aus der großen Masse der Interessenten sondern auch bei der Erstellung eines fachgerechten Mietvertrag gerne behilflich.

Zurück