Nachrichten

Vermieter müssen künfitg aufpassen: Mietpreisbremse kommt!

27.03.2015 17:19

Mietvertrag genau prüfen!

Warum wird die Mietpreisbremse eingeführt?

Der Gesetzgeber will mit dem Gesetz zur Mietpreisbremse  den Anstieg der Mieten vor allem in Ballungsräumen dämpfen. Ob ihm dies gelingt, wird von den meisten professionellen Marktteilnehmern stark bezweifelt.

 

Wie wird die Mietpreisbremse angewendet?

->Mieten bei Neuvermietungen dürfen maximal 10 Prozent über der ortsüblichen  Vergleichsmiete liegen.

 

-> Das Gesetz gilt nur für Gebiete mit knappem Wohnungsangebot. Die Mietpreisbremse gilt also nicht automatisch bundesweit. Vielmehr muß jedes Bundesland die Städte, Gemeinden und Bezirke bestimmen, für welche die Mietpreisbremse gelten soll. In den dann ausgewiesenen Gebieten greift die Mietpreisbremse erst einmal für fünf Jahre. Vermieter sollten sich also darüber informieren, ob für Ihre Miet-Immobilie dieses Gesetz überhaupt zutrifft.

 

Die Mietpreisbremse gilt nicht bei folgenden Umständen:

-> Neu gebauten Wohnungen, die erstmalig genutzt werden.

-> Neuvermietung von Wohnungen, die umfassend modernisiert worden sind. Hier müssen mind. ein Drittel des Aufwandes, der für eine neue Wohnung nötig gewesen wäre, investiert worden sein.

-> Bestandsschutz für alte, Mieten, die schon heute über den ortsüblichen Vergleichsmieten liegen: Hier kann der Vermieter auch bei einer Anschlußvermietung, also nach Auszug des aktuellen Mieters nicht gezwungen werden, den Mietpreis nachträglich abzusenken. Er darf weiterhin die erhöhte Miete verlangen.

 

Feststellung der sogenannten „ ortsübliche Vergleichsmiete“?

Mietspiegel, die nach wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt werden, werden als qualifizierte Mietspiegel bezeichnet und liegen in der Regel bestenfalls in größeren Städten vor. Sofern qualifizierte Mietspiegel für die ausgewiesenen Gebiete/Städte vorliegen,  werden diese meist auch rechtlich zur Berechnung der Vergleichsmiete zu Grunde gelegt.  Ob einfache Mietspiegel, der kleinere Gemeinden, in denen nur ein grober Marktüberblick gegeben wird, zur Berechnung geeignet sind, ist unseres Erachtens nach fraglich.

 

Natürlich ist es möglich, die Vergleichsmiete auch durch ein (teures) Sachverständigengutachten zu ermittelt.  

 

Verstöße gegen das neue Gesetz:

… kann der Vermieter vermeiden, indem er sich bei einem professionellen Makler informiert, ob seine Immobilie von diesem Gesetz betroffen ist und wenn ja, wie der Mietpreis festzulegen ist.

 

…. muß der Mieter aktiv rügen, wenn er glaubt, daß seine Miete  über der Grenze von 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Einen Prüfungs-Automatismus ist nicht vorgesehen.

 

Auch wenn mit der Mietpreisbemse das Bestellerprinzip eingeführt wird, können wir nur jedem Vermieter anraten, trotzdem einen Vermietungsprofi bei jeder Vermittlung einzuschalten. Die Kosten eines verlorenen Prozesses dürften deutlich höher sein, als die Vermittlungsgebühr, die einen korrekten Mietvertrag gewährleistet. Checken Sie in jedem Fall den Makler, ob er Ihren Ansprüchen gerecht wird.

Zurück